DIE UNSICHTBARE REPARATUR

Das Ziel von uns Reparaturfachbetrieben ist die unsichtbare Lackreparatur.

Wenn Sie nun die letzten Kapitel gelesen haben, Sie also wissen, wie Farbunterschiede entstehen können, was unter Originallack verstanden wird und welche Rolle Metamerie in Farbvergleichen spielt, wissen Sie, wie umfangreich das Thema Farbe in der Reparaturlackierung ist. All dies Wissen kann nun zusammengeführt werden. Farbunterschiede treten also nicht nur bei Effektlacken, sondern auch bei Unifarben auf.


Unsere Antwort darauf ist die FARBTONANGLEICHUNG oder „Beilackieren“

Die Farbtonangleichung ist das weich auslaufende Einlackieren eines Farbtones, in den nicht beschädigten Fahrzeugteilbereich. Hierbei lässt man den farbgebenden Lack sanft im nicht beschädigten Bereich auslaufen. Zum Schutz der Farbe wird die letzte Schicht des Klarlackes über den „neuen“ farbigen Bereich hinausgeführt. Der Trick besteht im sanften Übergang der Reparaturfarbe zum Orginalfarbauftrag. Dem sogenannten „Fading“. Unsere Wahrnehmung ist in diesem Fall so träge, dass ein gleitender Farbübergang nicht erkannt wird. Es ist daher einsehbar, dass ein „langer“ Übergang schlechter erkannt werden kann als ein „kurzer“. Daher wird ein neu lackiertes Teil, das ohne den nötigen Farbübergang direkt neben ein noch nicht lackiertes Teil gesetzt wird, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erkannt werden können.
 

Daher:
BASISLACK NIEMALS BIS AN DIE KAROSSERIETEILKANTE!


Schlussfolgernd ergibt sich:
Einzelne Teile wie z.B. Türen oder Kotflügel, die neu eingesetzt werden, werden im Fahrzeug immer sichtbar bleiben, solange in den angrenzenden Teilen keine Farbangleichung durchgeführt wurde (Ausnahmen bestätigen die Regel). Klein gehaltene reparierte Bereiche in einer großen Fläche werden sichtbar bleiben. Das weiche Ausnebeln eines Farbtones funktioniert nicht auf engstem Raum (auch wenn manche TV-Werbungen oder mancher „Smart-Repair“-Spezialist dies verspricht.). Der kritische Bereich einer solchen Reparaturlackierung ist der, bei der der deckend nasse Bereich der Reparaturfarbe in die trockene Fläche übergeht also der Randbereich der Reparaturlackierung.


Zur Erklärung:
Eine Farbe ist aus verschiedenen Pigmenten zusammengesetzt. Beim Auslaufenlassen der Farbe werden sich die großen schweren Pigmentteilchen des Farbkonglomerates aufgrund ihrer Trägkeit weiter streuen als die feinen leichten Pigmente. Es besteht also die Gefahr einer „Aufrauung“ der Randbereiche. Ein zu kleiner Ausnebelbereich ist daher gut wahrzunehmen. Deshalb ist zu beachten, dass eine gute Reparaturlackierung viel Platz braucht.

 

FARBE BRAUCHT LEBENSRAUM

Neben den bekannten Lackierfehlern wie Lackläufern, Staubeinschlüssen, raue Oberflächen etc., die selbst bei alten Hasen immer wieder auftreten können, gibt es aber immer wieder unerwartete Probleme, wie z. B. den sogenannten Lupeneffekt.
 

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